Ein Sommermenü
Wer mich- oder soll ich sagen uns?- kennt, kennt meine Leidenschaft fürs Kochen und unser aller Leidenschaft für gute Gesellschaft. Die hohe Kunst der Gastlichkeit ist auf dem Absteigenden Ast dank online-Meetings und mobiler Telephonie. So positiv das alles in mancherlei Hinsicht sein mag, trägt es leider auch zu massiver Vereinsamung bei. So sehr, dass man in Japan inzwischen mit Kuscheltieren mittagessen gehen kann, um nicht alleine zu sein, und dennoch keinen anspruchsvollen Gesprächspartner zu haben (oder gar riskieren zu müssen, einen echten zwischenmenschlichen Kontakt einzugehen.) Und natürlich ist dieser Blog auch wieder ein Medium, dass nicht “von Angesicht zu Angesicht” funktioniert.
Um all dem entgegen zu wirken, bemühe ich mich mindestens einmal im Monat im erweiterten Freundeskreis ein Treffen zu organiseren wo gekocht, genossen, geplaudert und in jeder Hinsicht ausgetauscht wird. Da ich alleine für die Verpflegung zuständig bin (zum Glück übernimmt mein Mann den Getränke-Part, als Hobby Somelier) muss es ein Menü geben, dass auf die Gegebenheiten unserer Küche (1 Herd, 1 Backofen, 1 Kühlschrank) und auf meine Kapazitäten als Person (eine Gastgeberin, eine Mama, eine Köchin) abgestimmt ist. Also ich schäle jedenfalls nicht alleine mal eben 60 Stangen Spargel und ich kann auch nicht gleichzeitig in mehr als 2 Töpfen rühren oder mehr als 1 Sauce abschmecken. Also ist mehr Kopfarbeit nowendig, um Menü und Küche rechtzeitig startklar zu machen. Nachdem wir grade eine Periode wundervollen frühsommerlich-warmen Wetters genießen ist es ein echtes Sommermenü geworden. Ich wünsche euch guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!
Gurkenkaltschale
Der Klassiker. Es gibt- ausßer vielleicht Gazpacho- kaum etwas besseres an heißen Tagen. Die Suppe ist super einfach und schnell und variantenreich und macht immer gute Laune- besonders wenn meine Gäste sie noch so wunderbar dekorieren. Mit frischem Baguette oder Sauerteigbrot ist sie auch ein schneller Lunch oder ein sommerliches Abendessen für sich alleine. Und- Hurra!- ich habe beim Bauern die erste Fleischtomate der Saison ergattert. Endlich! Also gab es bei mir Kurkumabrot mit frischem Bruschetta dazu. Wenn man auf das Gemüse in seiner Reifezeit wartet, hat man sich erstens länger drauf gefreut, und zweitens schmeckt es einfach so viel besser!
Amour Fou - Cassis au Caramel mit Weißem Schokoladeneis unter dem Caramel-Körbchen.
“Heiße Liebe” kann jeder…. aber meinen warmen Cassis mit weißem Schokoladeneis, das ist schon recht speziell. Das Karamellkörbchen übe ich nochmal, das geht noch besser.
Diesmal sind übrigens die Rezepte in den Bildern verlinkt. (Ich übe auch das Bloggen ;-D).